Dein Wille geschehe…

Dein Wille geschehe!

Dein Wille geschehe, und egal wohin ich gehe, soll dein Weg mein Weg sein, den ich begehe, und dein Wille das sein, worauf ich stehe.

Wie oft habe ich dies im Vater unser gebetet, oder dir als versprechen gegeben, und wie oft habe ich dann andere Wege eingeschlagen in meinem Leben. Wie oft habe ich versprochen dass nur dein Wille zählt, und wie oft hat dann der Weg gequält, der Weg der weg ging von dem Weg den man für sich selbst erwählt, und wie oft hat man dir dann erzählt, wie wichtig es doch sei, jetzt da lang zu laufen, und warum es wichtig ist, dass jetzt noch zu kaufen, oder dem hinterher zu laufen, und du solltest einem doch nur abkaufen, dass ein andere Weg zum davonlaufen wäre und zum Haare raufen.

Und wie oft bist du fest auf deinem Weg geblieben und hast auf mein Vertrauen gebaut, und wie oft habe ich mir selbst die Illusion geklaut, dass ich bereit sei, deinen Weg zu gehen, und habe dann nach meinem Weg geschaut, und nicht auf dein Fundament gebaut.

Ja so lange dein Weg in meine Richtung ging war alles toll, und du als Gott warst wie immer wundervoll, und ich ging guten Mutes den Weg den ich gehen soll, und das alles so voll ohne Groll.

Aber wehe dieser Weg ging irgendwo ganz anders hin, wo mein Wunsch nicht war, fern von meinem Sinn, da wurde ich rebellisch und begann mit dir zu diskutieren, und begann immer mehr zu rebellieren, dann wurde es mir anders und ich fing an zu begreifen, ich müsste jetzt weiter im Vertrauen reifen.

Ein Vertrauen was ich nicht bereit war einzugehn, ein Verlangen meinen Weg weiterzugehn, über den Dingen zu stehn, nicht mehr auf dich zu sehn, und auf meinem Weg zu stehn, ohne mich nach dir umzusehn.

Also war das Versprechen was ich dir gab, nur für den Tag, an dem dein Wille mein Wille war, und im Einklang mit mir lag, aber wehe wenn der Wille weg von allem ging was mir wichtig war, wenn mein Herzenswunsch unbeantwortet war, und wenn deine Weisung ganz und gar, anders war, dann wurde mir klar, dass ich doch lieber meine Richtung gehen will, und dann wurde es still, vollkommen still um mich herum, ich drehte mich zu allen Seiten um, und dachte, so sei es drum, ich mache mich nicht krumm, wenn du einfach weg bist, dann ist das zwar dumm, aber ich habe ja den Weg vor mir, also ging ich meines Weges und drehte mich nicht mehr nach deinem Wege um.

Aber wie so oft in meinem Leben rannte ich genau in mein Verderben, und im Nu lag mein Lebenstraum in Scherben, das Chaos nicht mehr zu verbergen und ich lag innerlich im Sterben.

So war es leider an vielen Punkten in meinem Leben, da hat es viele solcher Irrwege gegeben, Irrwege von denen ich glaubte ich müsse sie gehen, und nicht auf deine Weisung sehn. Irrwege zum Scheitern aufgemacht, und vom Teufel wurde ich ausgelacht, dass ich wieder mein Wort gegen dich gebrochen habe, nicht gehalten habe, was ich so oft zu dir sage, und er freut sich auf die missliche Lage, in der ich jetzt festsitze während ich mich frage, wo du mein Gott bist du und warum lässt du so ein Elend in meinem Leben zu, lasse mich mit deiner Prüfung doch einfach in Ruh, wo zur Hölle bist du, wenn man dich am nötigsten hat und im nu, kommt noch einiges an Beleidigungen dazu.

Und irgendwann saß ich dann wirklich vollkommen am Boden, keine Kraft in mir weiter gegen dich mein Gott zu toben, erst recht nicht, dich für irgend was zu loben, kraftlos und resigniert ging mein Blick nur noch zum Boden, und nicht mehr eine Sekunde zu dir nach oben.

Manchmal kam die Erkenntnis gleich danach, oder manchmal dauerte es auch noch eine Weile, zum Glück hast du mein Gott hier gar keine große Eile, denn du kennst alles schon bevor es überhaupt geschieht, wann wer von deinen Wegen flieht, wann wer auf falsche Wege zieht und falsche Schlüsse zieht und flieht und wenn das geschieht, dann wartest du voller Geduld auf jeden einzelnen von uns, bis man einsieht, dass dieser Weg, so ganz ohne dich und deinen Willen, wahrlich nichts gibt, weil dein Wesen uns ganz anders liebt.

Auch heute sage und bete ich dein Wille geschehe, und hoffe sehr, dass ich dieses Mal bestehe, und nicht wieder meine Wege gehe, sondern auf deinem Willen stehe, und nicht nach links oder rechts sehe. Denn ich will wirklich deinen Willen geschehen lassen, und ich will nicht mehr deine Wege hassen, sondern an deiner Gnade genug sein lassen und nicht ablasse, sondern erfasse, dass ich nichts erfasse.

Denn was kann ich Winzling denn hier unten so großes sehn, weiß ich wie lange wir existieren, wann wir aus Liebesmangel erfrieren, wann wir sterben, oder krank werden, wann wir das Glück finden, oder wann Menschen aus unserem Leben verschwinden, wie alt wir werden, oder wie lange Freundschaften halten, oder ob wir den Besitzt gut verwalten, noch wissen wir, was in der nächsten Minute geschehen wird, wir wissen nicht einmal jetzt ob man sich gerade in dieser Sekunde irrt, sich verirrt, oder verwirrt, umherirrt.

Wir wissen gar nichts von alle dem, noch können wir das Ausmaß sehn, von dem was geschieht, und was daraus geschehen wird, in zehn, oder in 12 oder in 20 Jahren, wir werden es vielleicht erst noch viel später erfahren, aber Gott kennt das alles schon bevor wir zu Leben begonnen haben, somit können wir ihm Vertrauen und müssen nicht alles hinterfragen, oder klagen, wenn auf seine Fragen nicht immer antworten kommen, denn an vielen Tagen, sind wir nicht reif um die Wahrheit zu erfragen, wir könnten Sie nicht mal ertragen.

Ich liebe dich mein Gott, denn deine Wege sind so viel höher wie ich sie verstehen kann,

somit fange ich erneut zu beten an, dein Wille geschehe und nicht der Meinige und das mein Leben lang. Halte mich fest in deiner Hand, damit ich nicht auf Irrwegen verloren gehen kann, halte mich an deinem Band, hilf mir, denn zu oft verlasse ich mich auf meinen Verstand, doch der führt ins Niemandsland, und am Ende ist wieder die Erde verbrannt, und ich verbannt, weil ich verkannt habe, dass nur deine Hand mich sicher führen kann, in ein Land, in dem ich ewig bleiben kann und das eine Ewigkeit lang.