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Und schon wieder waren es diese verdammten Katzen

Und schon wieder waren es diese verdammten Katzen,

es ist wie verhext und mir könnte ständig der Kragen platzen.

Andauernd habe ich hier die aller größten Schäden und ein Durcheinander in der Wohnung,

aber sobald ich meine Kinder frage, höre ich sofort, wie aus der Pistole geschossen in theatralischer Betonung,

„Mama, ich habe das hier aber wirklich nicht gemacht“. „Ich auch nicht“,

und mit einem Engelsblick schaut groß und klein auf mich, und im Funkeln der Augen sehe ich den Wicht.

Jaja, dann können es doch wieder einmal nur die Katzen gewesen sein,

diese lieben Engelchen können es doch gar nicht sein, nein, nein und noch mal nein.

Kennt ihr das auch?  Das Drama wenn man Kinder und Haustiere hat?

Am allerbesten noch Home Office, Taxiservice, Reinigungskraft, Köchin und im Grunde ständig platt,

und dann die lieben kleinen, die nur halbtags zur Schule gehen,

dir den Rest des Tages mit aller größter Freude auf deinen Nerven Strängen stehn.

Versteht mich nicht falsch, die Katzen sind auch nicht so ohne im Schmutz produziern,

die kann man auch unschwer im Haushalt ignoriern,

aber die Kinder sind noch einmal eine ganz andere Hausnummer, das kann ich euch sagen,

und an manchen Tagen kaum ohne harte Drogen zu ertragen.

Da werden einfach meine Heiligen Sachen wie mein Handy weggenommen,

man schleicht sich leise davon, die Mama hat ja wie immer gar nix mitbekommen,

und wenn man verzweifelt anfängt nach seinen Dingen zu suchen,

kannst du auch bis zur Heiserkeit nach deinen Kindern rufen,

es ist ja total egal was du auch schon wieder von den Mini Tyrannen magst,

ist ja schließlich dein Problem, wenn du so lange im Meeting tagst.

Denn dir lieber Mama können wir jetzt beim Suchen gar nicht helfen,

schon klar, sie sind ja nicht die Elfen von der Serie „die Helfenden Elfen“.

Und wenn du wutentbrannt und schnaubend vor deinen Kindern stehst,

und du dich vor lauter Wut im Bauch um deine eigene Achse drehst,

weil dein Handy in irgend einer Ecke auf dem Boden liegt,

und beim Aufheben der letzte Funke Hoffnung versiegt,

dass das ganze hier noch irgend wie gut ausgehen könnte, denn das tut es leider nicht.

Denn wie durch Zauberhand ist die Sprache verstellt in eine Sprache die keiner hier spricht.

Und dann auch noch schauen dich diese kleinen Banditen einfach ganz unschuldig an,

und sagen, „Mama, also das hier, das ist etwas wofür ich jetzt aber gar nichts kann.

Und du alter Esel hängst Stunden an dieser Einstellung fest,

weil sich das dämliche Japanisch nicht mehr in Deutsch abändern lässt.

Und wenn du mit hochrotem Kopf deine Kinder anschaust und fragst, wer von euch war da dran,

dann schauen dich die beiden Schelmelinen mit gaanz großen Augen an.

Aber Mama, wie haben das Handy überhaupt nicht angelangt,

ich bin die ganze Zeit um das Haus gerannt,

äh, Mama, ich bin das ganz ehrlich auch nicht gewesen,

ich habe mein Lieblingsbuch gelesen.

Und ehe du eine von den wilden Hilden schnappen kannst, sind beide weggerannt,

und du bist definitiv für heute fix und fertig, schlicht weg und ergreifend völlig ausgebrannt.

Und da sind wir, wo wir schon so oft waren,

die Katzen sind wohl beim mit dem Handy Schlittschuh fahren

auf das Handy gekommen und haben Japanisch eingestellt,

Mensch Mama, das muss es sein, die Katzen haben das Handy verstellt.

Mittlerweile haben die Katzen meine Kinder gefilmt, wie sie Grimassen machen,

benutzen mein teures Parfum und machen auch sonst ganz komische Sachen.

Neulich, wollte ich kurz während der Arbeit trinken holen, da war die Küche voller Milch, ich schätze der halbe Liter war auf dem Boden,

und im Wohnzimmer im Kratzbaum unten und überall bis ganz nach oben,

alles voller Milch, und das Beste, ganz unten im Kratzbaum war Milch in einem Glas,

ich hätte schreien können, aber es half ja nichts, also putze ich den ganzen Spaß.

Wieder im Arbeitszimmer, wieder in die Arbeit vertieft viel mir ja wieder ein,

ich war ja in der Küche um trinken zu holen, doch vor lauter putzen vergaß ich das eingießen und ging wieder ins Arbeitszimmer rein.

Also wieder raus, wieder in die Küche, oh nein, welch ein Schreck,

alles voller Schalen und Müsli Schüsseln, voll Müsli und anderem Dreck,

und wieder keines meiner Monster weit und breit zu sehn,

also putze ich wieder einmal die Küche, ich konnte ja so nicht einmal zum Kühlschrank gehen.

Wieder zurück im Arbeitszimmer, wieder vertieft in das Geschehn,

und wieder musste ich mir eingestehn,

ich hatte das dämliche Trinken schon wieder in der Küche vergessen einzuschenken,

vor lauter Chaos Beseitigung hatte ich zum zweiten Mal vergessen dran zu denken.

Also wieder raus und trinken geholt, wieder ins Arbeitszimmer und weiter den Vertrag korrigiert,

dann wollte ich schnell noch zur Toilette gehen, aber um Himmels Willen, was war denn da passiert.

Das ganze WC, nein selbst der Weg dahin war vollkommen zugestellt mit allen möglichen Figuren,

zwischendrin waren da auch noch ein paar sandige Spuren.

Und die führten direkt zum Bad an den Waschrank hin,

als ich das sah, dachte ich ernsthaft, jetzt werd ich blind.

Sandburgen, mein Kind hat einfach den Sand von draußen rein geholt und Sandburgen gebaut.

Am Waschbecken, die Hälfte umgefallen, am Boden war ein Sandstrand aufgebaut.

Da bleibt einem doch wirklich der Schrei im Halse stehn,

so ein Chaos hatte ich bis dato ganz ehrlich gesagt auch noch nicht gesehn.

Das Schlimme an der Sache, ich musste ja so verdammt dringend aufs Klo,

es dauerte ewig lange bis alle Figuren darum und darauf weg waren, Gott war ich froh.

Ich bin nach der Erleichterung vollkommen wutentbrannt,

vor die Haustür in den Garten gerannt,

zu dem kleinen Schelm der auf der Wiese stand,

und packte meine Kleine an der Hand.

Ich schleppte Sie rein und schrie sie vollkommen fassungslos an,

was ihr einfällt so etwas zu machen, das man so was doch nicht machen kann,

und was macht sie, das kleine freche Wesen,

sie schaut mich Achselzuckend an und sagt, Mama, ich bin das nicht gewesen.

Und auch die Große war es natürlich am Ende auch nicht.

Weil auch ihr Unschuldsblick gegen so eine Tatsache spricht.

Und ja ich weiß es ist das kleine Monster gewesen, und nach langem hin und her hat sie es zugegeben,

aber auch nur, weil ich androhte die Katze könne so dann nicht mehr bei uns leben.

Wie schon gesagt, auch die Katzen sind nicht ohne, aber was Kinder im Leben fabrizieren,

darüber können wohl alle Eltern Klagelieder komponieren.

Und trotzdem, egal was sie uns an Arbeit und Ärger kosten oder was sie an Unfug treiben,

wo würde ich so ganz ohne meine Mini Monster bleiben.

Der Liebe Gott hat sich hier schon sehr wohl so einiges gutes Gedacht,

sein Plan ist nicht nur gut durchdacht, sondern damit hat er mir die wohl größte Freude gemacht.

Natürlich in diesen Momenten überlegt man schon, wem kann man die Kinder abgeben,

denn so etwas mag ja nun keiner ein zweites Mal erleben,

aber jetzt wenn ich das hier so schreibe, dann schmunzle ich über die beide Schelme und freue mich, mit einem Grinzen im Gesicht,

das ich sie habe, sie lieben darf, mich lachend erinnern darf, denn eines ist sicher, missen mag ich die beiden nun wirklich nicht.

Und auch die mittlerweile 4 Katzen sind ein beachtlicher Teil meines Lebens geworden,

obgleich es da auch ganz viele Tage gibt, an denen könnte ich auch diese Katzen ermorden.

Und obgleich ich alle manchmal im Gedanken wirklich ermorden mag,

bin ich wie der Alkoholiker, wir bringen diese Monster erst morgen um, Morgen ist ein guter Tag,

weil der Alkoholiker sowie auch ich wissen, dass der morgige Tag schon wieder heute ist, also wird das Morden immer brav vertagt.

Und der arme Gott ist der, der mit Ohrenstöpsel im Himmel sitzt, von mir unendlich geplagt,

weil er bekommt dank Kind und Katz, Tag ein Tag aus von mir die Ohren voll geklagt.

Und wenn er mich ganz liebevoll fragt,

mein Kind, warum hast du denn nicht vorher etwas zu deinem Kind gesagt,

wie man richtig Sandburgen baut und wo, und wie man Ordnung macht,

warum hast du es deinem Kind denn nie so richtig beigebracht?

Dann schau ich ihn mit gaaanz großen und unschuldigen Augen an,

also du Papa, du, das ist was, wofür ich nun wirklich so ganz ehrlich, gar nichts kann!

 

TAMARA – ELLE-OVIE

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